Red-Bull-Athlete Prinz Abdulaziz Turki AlFaisal im Interview

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2012 ging Abdulaziz Turki AlFaisal im BMW Z4 GT3 im ADAC GT Masters an den Start (Foto: ADAC GT Masters)

Bei uns erwachen so langsam die Rennwagen aus ihrem Winterschlaf und werden vorsichtig für die ersten Testfahrten aus den Garagen gerollt, in anderen Regionen der Welt endet die Motorsportsaison gerade. So zum Beispiel der Porsche Carrera Cup Middle East, der am 22. und 23. März in Qatar sein Saisonfinale austrägt. Zu den Titelanwärtern zählt auch Prinz Abdulaziz Turki AlFaisal, der zur saudischen Königsfamilie gehört. Der von Red Bull unterstützte Sportler ist auch schon erfolgreich in Deutschland angetreten und arbeitet mit Schubert Motorsport zusammen. In diesem Jahr könnte sich der Prinz außerdem mehrere Einsätze auf der Nürburgring-Nordschleife vorstellen. Weitere Details gibt es im Interview mit dem 29-Jährigen.

Abdulaziz Turki AlFaisal Im BMW Z4 GT3 

Du hast nun schon einige Rennen Schubert Motorsport absolviert. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem deutschen Rennstall?

Vor sieben Jahren war ich zum ersten Mal mit Schubert Motorsport bei den 24 Stunden von Dubai in einem Mini dabei. Ich war beeindruckt und sehr zufrieden mit der Arbeit des Teams, das mir auch dabei half meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Sie haben mein Talent gefördert und an mich geglaubt. Seitdem besteht unsere Partnerschaft.

Abdulaziz Turki AlFaisal 2012 BMW Z4 GT3

Abdulaziz Turki AlFaisal auf der Nürburgring-Nordschleife (Foto: VLN.de)

2012 warst du mit den Deutschen außerdem erstmals im ADAC GT Masters unterwegs. Auf dem Sachsenring hast Du zusammen mit Mirko Bortolotti sogar den Sprung auf das Podest geschafft. Wie gefiel Dir die Serie und wird es in diesem Jahr ein Comeback geben?

Im BMW Z4 GT3 war es im vergangenen Jahr mein erster Einsatz im ADAC GT Masters – eine tolle Erfahrung! Ich hoffe, dass in diesem Jahr noch weitere dazukommen. Vor allem die emotionale Atmosphäre mit vielen Zuschauern und Fans an der Strecke hat mich beeindruckt. Wir stehen in Verhandlungen mit Sponsoren, um 2013 wieder dabei zu sein.

Abdulaziz Turki Al Faisal im BMW Z4 GT3 2012

Im weißen BMW Z4 GT3 trat der saudische Rennfahrer 2012 auf der Nürburgring-Nordschleife mit Schubert Motorsport an. (Foto: VLN.de)

Und du warst auf der Nürburgring-Nordschleife am Start. Was hältst du von dieser Strecke und planst Du einen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen 2013?

Die Nordschleife ist meine absolute Lieblingsstrecke. Wir planen mit Schubert Motorsport bei einigen VLN-Rennen an den Start zu rollen, um uns auf das 24-Stunden-Rennen vorzubereiten. Wenn alles gut läuft bin ich dabei, ansonsten nehme ich 2014 in Angriff.

Beim 24-Stunden-Rennen in Dubai lief es 2013 für Dich nicht so gut. Der Saudi Falcons BMW Z4 GT3 lag auf Podestkurs, bevor ihn eine defekte Ölpumpe aus dem Rennen warf. Was ist Deine Zusammenfassung?

Das war großes Pech, erinnere mich nicht daran. Ich denke, dass wir so gut vorbereitet waren wie noch nie und über die Hälfte des Rennens lagen wir in Führung. Nach einigen unverschuldeten Kollisionen dann mit einem technischen Defekt auszufallen ist hart.

Im Porsche Carrera Cup Middle East läuft es momentan allerdings gut für dich. Du bist der amtierende Champion und Zweiter in der Tabelle mit lediglich zehn Punkten Rückstand auf den Führenden Clemens Schmid. Wie hart ist der Wettbewerb in dieser Serie? 

Das ist die vierte Auflage des Porsche Carrera Cup Middle East. Man merkt stetig, dass der Wettbewerb immer stärker wird. Das liegt vor allem daran, dass immer mehr professionelle internationale Fahrer in die Serie kommen und auch die einheimischen Piloten sich stets verbessern.

Du wirst von Red Bull unterstützt und kamst bereits in Kontakt mit dem Formel-1-Team. Wäre die Formel 1 eine Option für Dich?

Genau, ich bin ein Red Bull Athlete! Ich habe den Red Bull Racing Simulator getestet, um meine Fähigkeiten zu verbessern. Außerdem habe ich einige Offizielle des Teams getroffen – das war eine interessante Erfahrung, aber jetzt liegt mein Fokus auf dem GT-Sport. Ich will zu den besten Langstreckensportlern gehören und bei Rennen wie in LeMans oder auf dem Nürburgring um den Sieg kämpfen.

Wie bist Du überhaupt mit dem Motorsport in Kontakt gekommen?

Das war 2005 als die Formel-1-Rennstrecke in Bahrain eröffnet wurde. Ich wurde zur Formel BMW Racing School zum Training eingeladen. Seitdem gehört Motorsport zu meinem Leben.

Vielen Dank für das Interview!

Gern geschehen, vielen Dank!

Hier geht es zu der Internetseite von Abdulaziz Turki AlFaisal und in der Fotogalerie gibt es noch ein paar Bilder!

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