DTM 2012: Alex Zanardi ist zurück im Cockpit

DTM 2012: Alex Zanardi sitzt im BMW-Cockpit

Nach Gold bei den Paralympics wurde für Alex Zanardi ein weiterer Traum wahr: Er sitzt wieder im Rennauto. (Foto: BMW Motorsport)

Der unerschütterliche Italiener ist zurück: Alessandro „Alex“ Zanardi hat heute eine Testfahrt im aktuellen BMW M3 DTM absolviert. Nach dem er bei den Paralympics 2012 zwei Mal Gold und ein Mal Silber im Handbike gewann, stieg er nach seinem Ausstieg aus der WTCC 2009 wieder in einen Tourenwagen. Auf dem Nürburgring drehte er im Rahmen des 40-jährigen BMW-M-Jubiläums seine Runden.

„Ich bin überglücklich, dass ich heute die Gelegenheit hatte, den BMW M3 DTM zu fahren“, sagte Zanardi. „Dies ist ein ganz besonderer Tag für mich – und die Erinnerung daran werde ich für immer in meinem Herzen tragen. Ich danke allen bei BMW.“

Alessandro Zanardi sitzt wieder am Steuer nach schwerem Unfall

Das Design des BMW M3 DTM wurde eigens für Zanardi entworfen

Zanardi saß auf dem Nürburgring in einem eigens für ihn in Gold designten BMW M3 DTM mit seinem Konterfei auf der Motorhaube (Foto: BMW Motorsport)

Um für den Italiener, der 2001 bei einem Champcar-Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren hat, das Auto vorzubereiten, mussten die BMW-Ingenieure einige Änderungen an dem Boliden vornehmen. Zanardi: „Ich bin überrascht, wie schnell die BMW-Motorsport-Ingenieure die notwendigen Umbauarbeiten bewältigt haben. Aber die Jungs haben das klasse hinbekommen. Ich hatte großen Spaß auf der Strecke. Als ich dieses goldene Auto zum ersten Mal gesehen habe, war ich überwältigt.“ Auf der Motorhaube war ein Abbild von Alex Zanardi in seinem Handbike beim Jubeln und auf dem Dach waren drei Medaillen dargestellt.

Gas- und Kupplungspedal am DTM-Boliden wurden entfernt

Alessandro Zanardi im BMW M3 DTM 2012 auf dem Nürburgring

Endlich wieder am Steuer eines Rennwagens: Alex Zanardi (Foto: BMW Motorsport)

und das Bremspedal nach rechts verschoben, damit Zanardi mit seiner rechten Prothese bremsen konnte. Das Gas betätigte er mit der linken Hand am Lenkrad, mit der rechten Hand wählte er durch Drücken und Ziehen der Schaltwippe die Gänge. Die Betätigung der pneumatisch-hydraulischen Kupplung befand sich auf der Schaltkonsole.

Alex Zanardi beim Einsteigen in das BMW-Cockpit

Für Zanardi gestaltet sich das Einstiegen in den BMW komplizierter als für andere Fahrer (Foto: BMW Motorsport)

Nach dem Test für BMW Motorsport sagte Alessandro Zanardi: „Die Leidenschaft, Rennen zu fahren, ist noch immer in mir.“ Ob der 46-Jährige 2013 in der DTM fahren wird, ist allerdings noch unklar: „Ich weiß nicht, ob aus dieser Demofahrt mehr wird, denn das Niveau in der DTM ist vielleicht aufgrund meines fortgeschrittenen Alters doch zu hoch. Deshalb steht für mich nach der heutigen Fahrt etwas ganz anderes im Vordergrund: Ich habe erneut gespürt, dass die BMW-Familie hinter mir steht und mich liebt. Das hat sie mit diesem Tag wieder einmal gezeigt.“

BMW-Test für Alessandro Zanardi auf dem Nürburgring

Der Italiener Zanardi genoss seine Demorunden auf dem Nürburgring (Foto: BMW Motorsport)

Nicht aufzuhalten: Alessandro Zanardi in der Box
Trotz Beinprothesen ist Alessandro Zanardi nicht zu stoppen (Foto: BMW Motorsport)

Ich bin ein großer Fan von Alessandro Zanardi und habe mich sehr gefreut, dass er die Chance bekommen hat, ein DTM-Auto zu testen. Insgeheim wünsche ich mir auch, dass er in der nächsten Saison wieder im Renncockpit sitzt. Den nötigen Speed hat er sicherlich und wenn die technischen Hürden überwunden werden können, wäre er bestimmt eine Bereicherung für die Serie.

Zahllose internationale Medienvertreter bekamen auf dem Nürburgring die Möglichkeit, die Geschichte von BMW M hautnah zu erleben und zugleich BMW-DTM-Fahrer zu treffen – für Interviews, aber auch in direkten Duellen auf der Strecke. So maßen sich die Journalisten mit DTM-Champion Bruno Spengler (CA) und den weiteren BMW-Fahrern Martin Tomczyk (DE), Dirk Werner (DE), Andy Priaulx (GB), Augusto Farfus (BR) sowie Test- und Entwicklungspilot Marco Wittmann (DE) beim Kartfahren und beim Reifenwechsel. Zudem erhielten sie Fahrstunden in einem Formel BMW-Rennwagen und erlebten Taxi- und Demonstrationsfahrten mit aktuellen und früheren BMW-Rennfahrzeugen.

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