F1 2014: Force India überrascht mit Hülkenberg und Perez

Force India bei der F1 2014 in Bahrain

Force India vor Ferrari: In Bahrain waren Hülkenberg (vorn) und Pérez in Topform (Foto: Force India)

Die F1 2014 hat es – meiner Meinung nach – endlich mal wieder in sich. Die Diskussion um den neuen Sound der V6-Turbo-Hybriden lasse ich mal außer Acht, denn ich habe mit ihm keine Probleme. Anscheinend gibt es in diesem Jahr wieder eine Übermacht in der Königsklasse. Diese trägt zwar nicht mehr Blau, sondern Silber, aber großer Sport wurde in den ersten drei Rennen dennoch geboten. Vor allem beim Nachtlauf in Bahrain. Neben den Mercedes-Fahrern trumpften vor allem die Force India-Piloten auf – dass der einstige Hinterbänkler nun mit den Ton vorgibt, hatten wohl nur Wenige auf dem Schirm. Außerdem gab es nach mehrjähriger Abstinenz Überholmanöver-Action im Überfluss.

Noch vor Saisonstart habe ich über Force India getitelt: „Endlich Erster„, als die Truppe rund um Vijay Mallya ihren neuen Boliden vor allen anderen Teams präsentiert hat. Nach dem dritten Saisonrennen in Bahrain scheint mir aber auch der erste Sieg des indisch-britischen Rennstalls nicht mehr in allzu weiter Ferne. Urplötzlich mischt das Team ganz vorn im Feld mit. Platz drei und vier hinter dem Silberpfeil-Gespann Lewis Hamilton und Nico Rosberg sprechen für sich.

Champagnerdusche für Pérez in Bahrain

Sergio Pérez durfte in Bahrain 2014 zum vierten Mal in seiner F1-Karriere auf das Podium steigen (Foto: Force India)

Force India erstarkt mit Hülkenberg und Perez

Neuzugang Sergio Pérez und Rückkehrer Nico Hülkenberg bilden ein jugendliches wie schlagkräftiges Team. Beide haben fast gleich viele Starts in der Formel 1 hinter sich – Hülkenberg 60 und Pérez 58 – und scheinen, mit dem neuen Auto hervorragend zurechtzukommen. Sicherlich trägt zum Erfolg auch der ausgereifte V6-Turbomotor von Mercedes bei, der momentan der stärkste Antrieb im Feld ist.

Nico Hülkenberg 2014 bei Force India in Bahrain

Nico Hülkenberg belegt momentan den dritten Platz in der WM-Tabelle hinter dem Mercedes-Duo Rosberg und Hamilton. (Foto: Force India)

Auf jeden Fall wünsche ich mir, dass Force India weiterhin im Aufschwung bleibt. Zugleich erhöht das auch den Druck auf die etablierten Teams, wozu nicht nur Red Bull, sondern auch McLaren und vor allem Ferrari gehören. Der Spannung wird es gut tun. Dass Nico Hülkenberg die Großen gerne ärgert und auch dazu in der Lage ist, hat er schon im vergangenen Jahr bewiesen – auch wenn noch im Sauber. Außerdem bleibt zu hoffen, dass die Fülle an Überholmanövern in Zukunft nicht drastisch abnimmt. In Bahrain war es wirklich spannender, die Fahrer im Mittelfeld zu verfolgen als die Top-Drei.

Bereits vor dem Saisonstart hat übrigens Jens von racing14.de ein schönes Porträt über Nico Hülkenberg geschrieben. Ich selbst bin dem „Hülk“ mal während seiner Formel-3-Zeit über den Weg gelaufen – ein echt sympathischer Typ.

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