GT Masters 2014 Nürburgring: Corvette gewinnt Rennen eins

Corvette C6.R GT3

Sieger oder Verlierer? Die Corvette Z06.R GT3 von Barth/Jahn (Foto: C.Kragenings)

Spannung auf dem Nürburgring: Das erste Rennen des ADAC GT Masters hat das Corvette-Duo David Jahn/Sven Barth für sich entschieden – nach einer dramatischen Schlussphase. Hinter der Corvette Z06.R GT3 vom RWT Racing Team sortierten sich die SLS-Piloten Luca Ludwig/Alon Day sowie die Porsche-Abordnung Norbert Siedler/Robert Renauer ein.

Beim sechsten von acht Saisonläufen des ADAC GT Masters zeigte sich der Wettergott – obwohl das Rennen in der unberechenbaren Eifel stattgefunden hat – von seiner gütigen Seite: Trotz einer dichten Wolkendecke am Himmel blieb der Asphalt des 3,629 Kilometer langen Grand-Prix-Sprintkurses während des einstündigen ersten Rennens trocken.

Zakspeed Mercedes SLS AMG GT3

Auf Rang zwei: Luca Ludwig/Alon Day im Mercedes SLS AMG GT3 von Zakspeed (Foto: C.Kragenings)

GT Masters auf dem Nürburgring: Ein Rennen ohne Ende

Von der Pole-Position starteten Luca Ludwig/Alon Day im Mercedes SLS AMG GT3 vom BKK Team Zakspeed. Auch in der ersten Startreihe: Christian Engelhart/Jaap van Lagen im Schütz Motorsport-Porsche. Dahinter standen die Corvette von Jahn/Barth sowie der Audi R8 LMS ultra von René Rast/Kelvin van der Linde.

Corvette C6.R GT3 Crash

Ausfall im Startgetümmel: Die Corvette von Alessi/Wirth. (Foto: C.Kragenings)

Wie gewohnt schenkten sich die GT-Fahrer beim Start keinen Meter: Folglich kam es im Kurvengeschlängel der Mercedes-Arena zu einigen Blechkontakten. Auf der Strecke blieben unter anderem die Corvette mit der Startnummer 1 von Daniel Keilwitz/Andreas Wirth sowie der Rowe-SLS von Nico Bastian/Jaime Alguersuari. Anschließend fuhr das Safety-Car aus der Box, damit die havarierten Autos geborgen werden konnten.

Audi R8 LMS ultra

Abgeschlagen am Ende des Feldes: der kfzteile24-Audi. (Foto: C.Kragenings)

Nach dem Restart erwischte es den kfzteile24-Audi R8 LMS ultra mit Daniel Dobitsch/Florian Stoll am Steuer. Er wurde in der zweiten Kurve von einem Kontrahenten getroffen – nach einem Dreher fand sich der orangene V10-Renner am Ende des Feldes wieder.

Währenddessen setzte sich die RWT-Corvette an die Spitze und führte souverän vor dem Zakspeed-SLS und dem Schütz-Porsche. Es hätte ein eindeutiger Sieg für die RWT-Mannschaft werden können, aber die Zieleinfahrt sorgte für Furore. Als der V8-Bolide auf die Start-Ziel-Gerade einbog zeigte die Uhr nur noch wenige Sekunden an. Sven Barth überquerte die Zeitmessung nach 59 Minuten und 59,916 Sekunden – somit hätte er eine weitere Runde absolvieren müssen. Die Rennleitung ging jedoch zuvor davon aus, dass dies der letzte Umlauf war. Demzufolge nahm Barth Tempo raus, bis er merkte, dass seine Verfolger weiterhin im Rennmodus blieben – auch die Zeitenmonitore verkündeten das Rennende, allerdings wurde keine schwarz-weiße Flagge geschwenkt.

Porsche 911 GT3 R Schütz Motorsport

Jaap van Lagen übernimmt dank Platz drei im ersten Rennen die Tabellenspitze. (Foto: C.Kragenings)

Jaap van Lagen führt die Meisterschaft im ADAC GT Masters an

Nach der Mercedes-Arena übernahm Luca Ludwig im SLS AMG GT3 die Führung, als der dritte Gang der RWT-Corvette versagte und das Fahrzeug im Feld durchgereicht wurde. In der Zwischenzeit gab die Rennleitung jedoch bekannt, dass der Lauf bereits beendet war. Somit gelten Barth/Jahn als Sieger, Luca Ludwig/Alon Day belegen den Silberrang und Robert Renauer/Norbert Siedler  rangieren nach offiziellem Stand auf der dritten Position. Bei diesem gewaltigen Durcheinander scheint mir ein Protest der Verfolgerteams allerdings als sehr wahrscheinlich – ich bin gespannt, was bis morgen passiert.

Die Titelanwärter Jaap van Lagen im Porsche 911 GT3 R sowie René Rast/Kelvin van der Linde aus dem Audi-Lager wurden Fünfte und Sechste. Damit erobert van Lagen erneut die Tabellenführung im ADAC GT Masters.

 

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