Max Verstappen fährt sein letztes Formel 3-Rennen in Macau

Max Verstappen Formel 1

Eigentlich noch ein Kind: Dennoch bekommt Max Verstappen 2015 die Chance, in der Formel 1 zu fahren. (Foto: Scuderia Toro Rosso)

So gut, dass er einige Klassen überspringen darf? Max Verstappen muss sich zukünftig in der Königsklasse des Motorsports behaupten. An diesem Wochenende startet der Niederländer zum letzten Mal in der Formel 3, bevor er im nächsten Jahr für die Scuderia Toro Rosso einen F1-Boliden lenkt – im zarten Alter von 17 Jahren. Vor seinem Abschlussrennen beim berühmten Macau Grand Prix beantwortete der Youngster einige Fragen.

Die diesjährige FIA Formel 3 Europameisterschaft beendete Verstappen mit Volkswagen-Power im Heck auf dem dritten Platz. Hinter dem Champion Esteban Ocon und Tom Blomqvist. Allerdings müssen diese beiden Fahrer noch auf ihre Chance warten, in der Formel 1 an den Start gehen zu dürfen. Ihr niederländischer Kontrahent, der 2015 für das Red Bull-Juniorteam Toro Rosso fahren wird, hat sein Cockpit für die nächste Saison schon seit einigen Wochen sicher. Der Sohn des ehemaligen F1-Piloten Jos Verstappen überzeugte seinen Förderer Red Bull so sehr, dass er bereits beim diesjährigen Rennen in Japan im Freitagstraining zum Einsatz kam. Übrigens: Der Energrydrink-Hersteller nahm das Nachwuchstalent erst im August 2014 unter Vertrag.

Max Verstappen Formel 3

Überflieger: Bei seinem Formel 3-Debüt belegte Max Verstappen auf Anhieb Platz zwei. (Foto: Volkswagen Motorsport)

Max Verstappen: Von der Formel 3 direkt in die Formel 1

2013 saß Verstappen noch im Kart, sicherte sich unter anderem die Schaltkart-Weltmeisterschaft und stieg Ende des Jahres erstmals in ein F3-Auto. Ein Jahr später steht fest, dass er sämtliche Formelschulen überspringen soll. Wie geht das? Ganz einfach: Mit Top-Leistungen. Er glänzte auf Anhieb mit vorderen Plätzen und feierte nach sechs Rennen in der Formel 3-EM seinen ersten Sieg in Hockenheim.

Max Verstappen Toro Rosso Japan 2014

Der jüngste Formel 1-Pilot der Geschichte: Max Verstappen fuhr für Toro Rosso im Training beim Japan GP. (Foto: Scuderia Toro Rosso)

Die F1-Superlizenz erhielt er im vergangenen September, dieses Wochenende verabschiedet er sich beim Macau Grand Prix aus der Formel 3.Verständlich, dass er hier zeigen will, was in ihm steckt. Dennoch glaube ich, dass er es im Formelsport-Olymp sehr schwer haben wird. Nach nur einem Formel 3-Jahr fehlt ihm einfach wichtige Rennerfahrung. Darum bin ich gespannt, wie er sich in der Formel 1 schlagen wird. Ich vermute, dass er wie McLaren-Youngster Kevin Magnussen stark beginnt, aber anschließend Lehrgeld bezahlen muss.

Was erwartest du vom Formel 3-Rennen in Macau?

Max Verstappen: „Natürlich würde ich dieses Rennen gerne gewinnen – dafür werde ich alles tun. Die Strecke ist für mich aber komplettes Neuland. Ich weiß, dass das Risiko abzufliegen und das Auto kaputt zu machen, relativ groß ist. Daher wird es wichtig sein, die verfügbare Trainingszeit optimal zu nutzen. Da es in den vergangenen Wochen viel zu tun gab, bin ich nicht dazu gekommen, viele Macau-Runden im Simulator zu fahren. Es waren vielleicht gerade einmal 30 – aber ich weiß zumindest, wo es langgeht.“

Welche Bedeutung hat dieses Rennen aus deiner Sicht?

„Macau ist ein Klassiker des Motorsports. Es unterscheidet sich von den Rennen der Europameisterschaft in der Hinsicht, dass Macau als Einzelveranstaltung eine Momentaufnahme ist. Dort zählt nur der Sieg – während in der Europameisterschaft die Leistung über 33 Saisonrennen belohnt wird. Wenn man sieht, wer dort alles gewonnen hat, dann wird die Bedeutung des Rennens klar. Man kann es mit dem Zandvoort Masters vergleichen, das ich ihn diesem Jahr gewonnen habe. Macau wird also eine schöne Herausforderung für mich.“

Liegen dir Straßenkurse?

„Eigentlich schon. In Pau zum Beispiel habe ich durch Pech keine guten Ergebnisse herausfahren können, aber mein Speed war gut. Die Rennwochenenden auf dem Norisring sowie in Spa, bei denen ich jeweils alle drei Läufe gewonnen habe, zähle ich zu meinen besten in dieser Saison.“

Wenn du auf deine Formel-3-Saison zurückblickst: Was sind die wichtigsten Erfahrungen, die du in diesem Jahr gesammelt hast?

„Da gibt es einige Aspekte. Zunächst einmal die Rennerfahrung im Auto, das Einteilen der Reifen, das Verhalten in Positionskämpfen, was sich doch wesentlich vom Kartsport unterscheidet. Dazu kommen die Technik der Autos im Allgemeinen, die Datenanalyse und vor allem die Arbeit mit den Technikern und Ingenieuren. Außerdem war das Fahren mit Downforce neu für mich.“

Wie sieht für dich der Zeitplan rund um Macau aus?

„Ich war beim Formel-1-Grand-Prix in Brasilien und habe dort am Freien Training teilgenommen. Anschließend bin ich sofort nach Macau geflogen. Auch danach geht es munter weiter, nämlich zum Formel-1-Rennen nach Abu Dhabi, wo ich am ,Young-Driver-Test’ teilnehmen werde. Es wird also ziemlich hektisch, aber ich freue mich sehr darauf.“

 

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