Porsche beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans

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Das Trio McNish/Aiello/Ortelli feierte 1998 mit dem Porsche 911 GT1 den letzten Gesamtsieg für die Stuttgarter Marke in Le Mans (Foto: Porsche)

Am kommenden Wochenende startet das wohl berühmteste Langstreckenrennen der Welt sein 90-jähriges Bestehen: Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehört zu den Höhepunkten im Motorsportjahr und ein Sieg bei diesem Rennen macht Fahrer sowie die Marke unvergessen. Porsche möchte 2014 auch wieder um dem Gesamtsieg bei dem Klassiker im Nordwesten Frankreichs mitfahren und ließ kürzlich erstmals den LMP1 Prototyp zu Testfahrten aus der Garage. Ein Grund für mich, mich mit der Geschichte der Zuffenhausener in Le Mans auseinanderzusetzen…

Porsche mit langer Tradition in Le Mans

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Der erste Porsche bei den 24h von Le Mans: Ein Porsche 356/2 (Foto: Porsche)

1951 trat der deutsche Sportwagenbauer erstmals bei dem legendären Rennen in Frankreich an. Zwei Porsche 356/2 Gmünd Coupés mit Aluminium-Karosserie gingen an den Start. Auguste Veuillet und Edmond Mouche erreichten auf Anhieb den Sieg in der Klasse bis 1100 cm3.

Bis zum ersten Gesamtsieg mussten die Stuttgarter aber noch 19 weitere Male an die Sarthe reisen. 1970 feierte Porsche mit dem 917 Kurzheck, den Hans Herrmann und Dick Attwood  pilotierten, den ersten Triumph beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Auch im Jahr darauf war der 580 PS starke und 800 Kilogramm leichte Sportwagen aus Zuffenhausen nicht zu schlagen. Gijs van Lennep und Helmut Marko erreichten zudem mit 5335,313 Kilometern bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 222 km/h den bis 2010 gültigen Streckenrekord. Aktueller Rekordinhaber ist der Audi R15 TDI 5410,713 Kilometern.

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Jacky Ickx und Derek Bell dominierten 1982 im Porsche 956 (Foto: Porsche)

Einen weiteren Meilenstein in Le Mans setzte die Porsche-Motorsportabteilung 1982 mit dem Gruppe C Porsche 956. Jacky Ickx und Derek Bell überquerten als Erste den Zielstrich – hinter ihnen kamen zwei weitere 956 auf den Rängen zwei und drei an. So krönte der Bolide gleich seinen ersten Einsatz mit einem Dreifachsieg.

Den letzten Sieg im Gesamtklassement sicherten sich die Stuttgarter 1998 mit dem Porsche 911 GT1. In seinem Heck tobte ein wassergekühlter Sechs-Zylinder-Boxer mit 3,2 Litern Hubraum und 550 PS. Anschließend zog sich Porsche aus der Königsklasse in Le Mans zurück.

Allerdings traten 2008 und 2009 Kundenteams mit dem Porsche RS Spyder an der Sarthe an und feierten jeweils den LMP2-Klassensieg. Zudem sind die Porsche 911 GT3 nicht mehr aus Le Mans wegzudenken.

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Der Porsche LMP1 Prototyp bei ersten Testfahrten auf dem Entwicklungsgelände der Zuffenhausener in Weissach (Foto: Porsche)

In diesem Jahr setzt Manthey Racing den neuen Porsche 991 RSR als Werksteam in der GTE-Pro-Kategorie ein. Die Speerspitze des GT-Programmes aus Zuffenhausen wird von dem gleichen Vier-Liter-Sechszylinder-Boxer angetrieben wie auch der Vorgänger 997 GT3 RSR. Durch kleine Optimierungen leistet er im 991 allerdings 460 anstatt 455 PS.

Spannend dürfte die 91. Ausgabe der 24-Stunden von Le Mans werden, wenn Porsche einen brandneuen LMP1 Prototyp an den Start bringt. Erste offizielle Testfotos des Boliden sehen auf jeden Fall vielversprechend aus. Weitere Fotos der Porsche-Rennwagen samt technischer Daten aus mehr als 60 Jahren Le-Mans-Geschichte gibt es in der Galerie! :)

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