VLN 7 2013: Es kam anders als geplant

Seat Leon Supercopa MK1

Gestatten: Pancho. Der Leon Supercopa von Car Point S ist ein reinrassiger Rennwagen aus dem Seat-Markenpokal

Am vergangenen Wochenende hat die VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring ihr sechstes Saisonrennen ausgetragen, wobei es nach dem entfallenen Rennen im April im Grunde Lauf sieben war. Eigentlich bin ich immer erst am Rennsamstag in der Eifel, an diesem Wochenende reiste ich jedoch bereits am Freitagabend zur Grünen Hölle. Mit im Gepäck: Mein Helm und der Rennanzug. Nach mehreren Jahren als Zuschauer auf der Tribüne und in der Boxengasse, wollte ich zum ersten Mal auch zu den Akteuren auf der Rennstrecke gehören. Im Car Point S Racing Team von Teamchef und Fahrer Daniel Schmieglitz fand ich eine nette Truppe, mit deren Seat Leon Supercopa MK1 ich meine ersten VLN-Kilometer sammeln wollte. Mit dem Quad holte mich Daniel am Freitagabend im alten Fahrerlager ab und brachte mich zum Team.

Christoph Kragenings Seat Supercopa MK1 VLN 2013

Sitzprobe und Einweisung in den Seat Supercopa am Freitagabend

Der Seat stand schon einsatzbereit im Zelt und die Regenreifen lagen parat. Denn die Wettervorhersagen gaben allen Grund dazu, sich auf ein nasskaltes Rennen einzustellen. Nach der Papierabnahme gab es leckere Spaghetti mit Tomatensoße und wir übten auf dem Beamer nochmal die über 24 Kilometer lange Nordschleife. Stilecht im Rennsitz mit Lenkrad, Handschaltung und Kupplung.

Nach einer kurzen Nacht im Renntransporter begrüßte uns dann der Nürburgring, wie erwartet, mit dichtem Nebel und stetigem Regen. Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse verzögerte sich das Zeittraining am Samstagmorgen um 45 Minuten, bis mein Fahrerkollege Daniel um halb Zehn mit dem 270 PS starken Seat auf die Strecke rollte. Nach einer problemlosen Einführungsrunde und einem gezeiteten Umlauf auf der Nordschleife kam er zurück an die Box.

Ein kurzes Vergnügen in der VLN 2013

Endlich durfte ich mich in den knapp geschnittenen Schalensitz des Spaniers quetschen. Ausgestattet mit viel Respekt vor der nassen Strecke und einer dauerhaften Funkverbindung zur Teamchefin Jenny fuhr ich los. Zugegeben: An die Rennkupplung musste ich mich gewöhnen, darum heulte das Zweiliter-Turbo-Triebwerk ungewollt heftig auf. Aber bereits nach wenigen Metern in der Boxengasse spürte ich links vorn ein heftiges Schlagen.

ck-motorsport.de in der VLN 2013

Werbung muss sein: Und wo guckt man(n) am liebsten hin? Auf den Hintern! ;)

Bevor ich losfuhr teilte mir das Team zwar mit, dass es ein Klackern gegeben hätte, aber mit den heftigen Vibrationen war keine zügige Fahrt mehr möglich. Also kehrte ich in die Box zurück. Die Ursache für das Schlagen war ein gebrochenes Getriebelager und das Zeittraining war somit für mich gelaufen. Leicht geknickt stieg ich aus dem Cockpit, allerdings reparierten die Mädels und Jungs von Car Point S Racing den Seat fix bis zum Rennstart.

Porsche 911 GT3 RSR Manthey Racing

Immerhin hatten wir nette Gesellschaft in der Box: Das Heck des Manthey-RSR ist immer wieder ein Hingucker

Nach der Einführungsrunde wartete ich jedoch vergebens auf der Tribüne zwölf darauf, dass der weiße Leon Richtung NGK-Schikane schoß. Per Live-Ticker kam schnell die Ernüchterung: Daniel rollte im Abschnitt Breidscheid aus. Wie sich später herausstellte, hatte das Getriebe den Geist aufgegeben. Die Stimmung sank bei allen Teammitgliedern schlagartig auf den Tiefpunkt, denn für die Mannheimer Mannschaft war es der erste technische Defekt nach sieben Rennen.

Niederschläge gehören eben zum Motorsport dazu, aber mein Debüt in der VLN hat sich nur verschoben. 2014 plane ich einen erneuten Versuch auf dem Nürburgring :) Wenn es sich ergibt, auch wieder bei Daniel und seinem Team. Denn bis auf den Ausfall hat die Stimmung im Team gestimmt!

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