WEC Spa 2015: Porsche im verregneten Training vorn

Spa Eau Rouge

Graue Wolken über Spa: Eifelwetter in Belgien, aber am Wochenende soll es besser werden. (Foto: Kragenings)

Grün bewaldete Berge, kalter Wind und starker Regen: Klingt nach der Eifel, aber ich berichte live aus dem belgischen Spa. Am Donnerstag standen die ersten beiden freien Trainings beim 6-Stunden-Rennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Programm – beide hätten sich auch für die Freischwimmer-Prüfung geeignet.

Porsche 919 Hybrid Spa

Volles Haus: Porsche trainiert in Spa mit drei 919 Hybrid für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. (Foto: Porsche)

Am Mittag ließen die WEC-Teams die Motoren ihrer Boliden zum ersten Mal warm laufen und die Fotografen, die rund um den Traditionskurs standen, packten ihre Regenwesten aus. Porsche reiste mit drei 919 Hybrid an, Audi hatte ebenfalls drei R18 e-tron quattro im Gepäck und Toyota schickte zwei TS040 Hybrid auf die nasse Strecke.

Nico Hülkenberg Porsche Spa

Debütant: Der 27-jährige Nico Hülkenberg tauscht in Spa Formel-1- gegen WEC-Cockpit. (Foto: Porsche)

Viel Regen und Schlechte Sicht in Spa

Für Porsche saß unter anderem WEC-Debütant Nico Hülkenberg zuerst im Rennwagen. Der deutsche Formel-1-Pilot war im Hybrid-Renner erstmals auf nasser Piste untwegs. „Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Das Auto funktionierte einwandfrei“, berichtete der 27-Jährige als er den Helm abgesetzt hatte. „Auch an das Überholen der langsameren GT-Fahrzeuge habe ich mich schnell gewöhnt.“ Seine Porsche-Teamkollegen kamen auf der rutschigen Ardennen-Achterbahn ebenso gut zurecht.

Toyota TS040 Hybrid WEC Spa 2015

Außer Gefecht: Der Toyota TS040 Hybrid mit der Startnummer 1 muss neu aufgebaut werden. (Foto: Toyota)

Weniger reibungslos verlief das erste freie Training für Oliver Jarvis und Kazuki Nakajima. Der Japaner krachte mit seinem LMP1-Toyota auf der Kemmel-Geraden in das Heck des Audi R18 e-tron quattro von Oliver Jarvis. Nakajima wurde nach dem heftigen Aufprall zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht und wird an diesem Wochenende nicht an den Start gehen. Zudem muss die Toyota-Crew das Fahrzeug mit der Nummer 1 komplett neu aufbauen, da das Monocoque stark beschädigt wurde. Auch der Audi erlitt beträchtliche Blessuren. Berichten zufolge überholte ein LMP2-Auto den Audi und scherte deshalb aus. Nakajima kam mit Vollgas angeschossen und wollte den LMP2-Renner überholen, übersah allerdings den vom kleineren Prototypen verdeckten Audi.

Audi R18 e-tron quattro Spa WEC 2015

Unfallopfer: Das Auto von Oliver Jarvis, Loic Duval und Lucas di Grassi wurde vom Toyota-Mann Nakajima getroffen. (Foto: Audi Motorsport)

Ich bin gespannt, ob beide LMP1-Boliden morgen im dritten freien Training am Start sind. Aber so wie ich die Teams kenne, sollten sie das hinbekommen. Die schnellste Runde sicherte sich in beiden Durchgängen die Porsche-Mannschaft. In den ersten 90 Minuten ging die Bestzeit an den Porsche 919 Hybrid von Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb (2.16,616 Minuten). Im zweiten, ebenfalls verregneten Training lagen Earl Bamber/Nico Hülkenberg/Nick Tandy an der Spitze (2.25,495 Minuten).

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